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Aktuelles

MAGGIE2 – KI-gestützte Quartiersenergieversorgung geht in die nächste Phase

Am 1. Juni 2026 startet mit MAGGIE2 ein durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt, in dem Luxgreen Climadesign gemeinsam mit starken Partnern die klimaschonende, sektorenübergreifende Energieversorgung von Wohnquartieren auf das nächste Niveau hebt. Über eine Laufzeit von 36 Monaten und mit einem Gesamtvolumen von rund 2,1 Mio. Euro werden im Vorgängerprojekt MAGGIE-1.0 erdachte Konzepte in den breiten Praxiseinsatz überführt. Demonstrator bleibt das Gebäudeensemble der Baugenossenschaft Margaretenau eG in Regensburg, an dem bereits seit mehreren Jahren u.a. ein innovatives Hybrid-Versorgungssystem im Realbetrieb untersucht wird.

Vom Forschungsprototyp zur marktfähigen Lösung

Der Expertenrat für Klimafragen hat in seinem Sondergutachten 2024 deutlich gemacht, dass die Emissionsminderungsziele im Gebäudesektor bis 2030 nur erreicht werden können, wenn die jährlichen Einsparungen im Vergleich zur vergangenen Dekade nahezu verdreifacht werden. Gleichzeitig prägen Wohnungsknappheit und bezahlbares Wohnen den gesellschaftlichen Diskurs. Eine breite Umsetzung wirtschaftlich tragfähiger und gleichzeitig hochgradig erneuerbarer Versorgungskonzepte ist daher dringend geboten. Hier setzt MAGGIE2 an.

Die in MAGGIE-1.0 auf einer Vorentwicklungsplattform entwickelten Steuerungsalgorithmen werden im neuen Vorhaben evaluiert, weiterentwickelt und auf eine marktübliche MSR-Plattform portiert. So entsteht die Grundlage, dass die entwickelten Lösungen über das Modellquartier hinaus, im Bestand und im Neubau, wirken und eingesetzt werden können.

Digitalzwilling, dynamische Stromtarife und Power-to-Heat

Im Rahmen des Vorhabens werden auch Digitalzwillinge entwickelt und eingesetzt, z.B. für die Wärmeerzeuger und die Versorgungsinfrastruktur. Auch Nutzerverhalten, Wetter- und Strommarktprognosen sollen über KI-Algorithmen bewertet, die Informationen eingespeist und das System dann mittels realer Messdaten validiert werden. Ein weiteres Element ist die Power-to-Heat-Integration. Damit werden die Heizungswasser-Pufferspeicher dann beladen, wenn der Strompreis niedrig und der Anteil erneuerbarer Energien im Netz hoch ist. Ergänzt wird das System um einen dezentralen Batteriespeicher. 

Parallel dazu wird die Anlagenhydraulik weiter optimiert und die Netzverluste der Warmwasserbereitstellung werden konsequent reduziert, um In Summe den Anteil an erneuerbarer Energie weiter anzuheben – bei gleichzeitig sinkenden Betriebskosten und einer netzdienlichen Betriebsweise, die den Stromnetzen bei Lastspitzen entgegenkommt.

Partner im Projekt

Die Luxgreen Climadesign GmbH übernimmt in MAGGIE2 eine zentrale Position entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das bestehende Energieversorgungssystem wird analysiert, Optimierungspotentiale werden identifiziert und das neue, erweiterte Energieversorgungssystem wird simuliert und mitentwickelt. Vor Ort tritt Luxgreen als Bauherrenvertretung, Bauüberwachung und Koordinator auf und sorgt damit für die fachgerechte Umsetzung der entwickelten Lösungen am Demonstrationsgebäude.

Als Forschungs- und Entwicklungspartner sind federführend die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg), die lokavis sicherheitstechnik GmbH sowie die Technische Universität München mit der Professur für Regenerative Energiesysteme am Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit (TUMCS) beteiligt. Als assoziierte Partner unterstützen die Baugenossenschaft Margaretenau eG sowie das Amt für Stadtentwicklung der Stadt Regensburg das Vorhaben.

Mit MAGGIE2 setzt Luxgreen Climadesign seinen Weg fort, technologisch anspruchsvolle und gleichzeitig in der Breite umsetzbare Lösungen für die Wärmewende im urbanen Raum zu entwickeln, im Schulterschluss mit Wissenschaft, Wohnungswirtschaft und Kommunen.